Samstag, 11. Februar 2012

Comme de Garcons



Mode trifft Körper, radikal gegenwärtig


Seit 32 Jahren steht Comme des Garçons für Mode abseits der Trends. Nun eröffnen die Japaner einen Laden in Berlin – obwohl die Deutschen sich mit dem Konzept schwer tun.


ZEIT ONLINE: Herr Joffe, seit 1981 zeigt Comme des Garçons seine Kollektion in Paris, die erste wurde damals als "Hiroshima-Chic" verpönt, weil die Kleider Löcher und Risse hatten. Seither galt die Marke als avantgardistisch und konzeptuell. Sehen Sie sich noch immer so?



Joffe: Die Mode hat sich seitdem sehr verändert. Sie ist vom Marketing getrieben und es geht viel um Stars und den roten Teppich. Unsere Rolle ist trotzdem immer noch die gleiche: Wir sind die Außenseiter, eine Alternative. Wir vergessen oft, dass wir ein Modeunternehmen sind. Wir wollen nicht so viel Geld wie möglich verdienen, manchmal genau das Gegenteil. Bei der Hauptlinie geht es mehr um eine Energie, die einen Ausdruck findet. Diese Dinge wollen wir nicht massenhaft verkaufen. Was unterm Strich herauskommt, war für Rei Kawakubo immer zweitrangig. Nur um weitermachen zu können, ist es wichtig, dafür brauchen wir gute Strategien....



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Fotos und Text: www. zeit-online.de


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