Donnerstag, 26. Januar 2012

GLAMOUR GIRLS in PARIS



Die Rückkehr der Glamourgirls


Nach acht Jahren zeigte das Modehaus Versace wieder eine Haute Couture Kollektion in Paris.
Die Krönung eines beschwerlichen Wegs zurück an die Spitze der Mode.


Perlen, Spitze, mit Laser geschnittene Seide und hauchdünne Metallriemen, das alles auf den Körper gegossen wie eine zweite Haut. Mehr Zutaten brauchte Donatella Versace nicht, um ihre Gäste für sich zu gewinnen. Vergessen war beim Anblick dieser glänzenden Couture-Kriegerinnen, dass das goldene Plastik-Dekor im Saal der École des Beaux Arts am Ufer der Seine ein bisschen billig aussah, vergessen auch die Callas, die übertrieben dramatisch aus den Boxen tönte. 14 Models schickte Versace in unifarbenen Kleidern in durchscheinenden Grautönen, Gold, Zitronengelb, Orangerot und Limettengrün die riesige goldene Treppe des Saales Melpomène hinunter und jedes Kleid bestätigte, dass die Entscheidung des italienischen Modehauses nach acht Jahren Abwesenheit wieder eine Haute Couture Kollektion in Paris zu zeigen, richtig war.




(Text und Bild: Die Zeit-online)

Freitag, 20. Januar 2012

Berlin, FASHION WEEK



Berlin

- Petrol, Grasgrün, Rosarot, Hibiskus –

Farbe ins Spiel bringen vor allem die Designer aus dem Süden der Republik.
In manchen Kleidern würde man durchaus heiraten wollen, andere sind eher für die dunkleren Seiten der Liebe geeignet: Zwischen Elfenbein und Rabenschwarz, Dame und Domina changierten die Entwürfe am zweiten Tag der Fashion Week. Mehr Farbe kommt traditionell dann hinzu, wenn die Designer nicht aus Berlin, sondern aus dem fröhlicheren Süden der Republik stammen.



Schumacher
Die Feinkniestrümpfe sehen nur an zarten Modelbeinen gut aus, dies vorweg zur Warnung. Aber ansonsten versteht es Dorothee Schumacher, Schmeichelhaftes zu entwerfen und das Sich-Feinmachen unkompliziert und keinesfalls bieder aussehen zu lassen: zum Beispiel mit einer Kombination in sanftem Puderrosa aus weiter Wollhose und verschlussloser Lammfelljacke oder mit einem salontauglichen Jogginganzug-Surrogat aus bordeauxrotem Lurexstrick. Typisch für das in Mannheim ansässige Label sind Zusammenstellungen verwandter Farben wie Rosa, Rosarot und Hibiskus; Petrol, Mittelblau und Hellblau oder Absinthgrün und Giftiggelb. Die sanften Texturen mildern jeden Kontrast, echte Pelzkragen (die sich wieder viele trauen) federn ihn noch weiter ab. Und wenn es doch einmal ein kleinteiliges Ethno-Muster gibt, dann wird es ebenfalls in die Ferse der karamellbraunen Pumps eingearbeitet. Auf dass Harmonie herrsche!



Mehr Informationen:



(Foto und Text: www.Berliner-Zeitung.de)

Sonntag, 15. Januar 2012

Herbst/Winter Shows in New York



Postmoderne Zeiten

brechen an


In New York zeigen die Designer diese Woche eine Vorschau auf den Herbst. Das prägende Konzept:

Endlich ein respektloser Umgang mit der Vergangenheit.


Bis kommenden Sonntag kann man sie noch besuchen. Die Ausstellung Postmodernism im Victoria & Albert Museum in London. Umfangreich befasst sie sich mit Design, Mode, Musik und Film zwischen 1970 und 1990. Jean-Paul Goudes Grace-Jones-Kollagen sind ausgestellt, ein Konzertausschnitt der Talking Heads wird gezeigt, dazu Plattencover von New Order, ein Kleid von Cinzia Ruggeri, der Consumer’s Rest Chair von Frank Schreiner, Filmausschnitte aus Blade Runner. Auf der Tafel am Eingang steht: In der Postmoderne steht nicht die Innovation im Mittelpunkt, sondern die neue Anwendung bereits vorhandener Ideen.
Bei den Präsentationen der Pre-Fall-Kollektionen – ein Synonym für "dem-Kunden-mehr-Kaufgelegenheiten-bieten" und eine gute Gelegenheit, zu sehen, wohin die Herbstmode 2012 gehen wird – diese Woche in New York hat man das wahnwitzige Gefühl, die Designer hätten zuvor alle die Londoner Ausstellung gesehen, so prominent ist die Idee des postmodernen Bricolage.


Mehr Infos unter www.zeit-online.de


(Text und Bild: zeit-online)

Sonntag, 1. Januar 2012

Konsum ohne Ende?



zeit-online: Trendforschung
"Konsum ist das neue Cholesterin"


Der Trendforscher Rony Rodrigues weiß, wie die Jungen ticken: Die Konsumenten von morgen kaufen nur noch, was ihnen eine bessere Zukunft verspricht.



"Das Problem ist nicht, 100.000 Euro für eine Tasche zu bezahlen. Das Problem ist 100 Taschen für 1.000 Euro zu kaufen." Mit diesen zwei Sätzen beginnt Rony Rodrigues an einem schwülen Novembertag in São Paulo seinen Vortrag. Suzy Menkes, Modekritikerin der International Herald Tribune hält die diesjährige Herald Tribune Luxury Conference in Sao Paulo ab, der Brasilianer Rodrigues ist einer der Sprecher. Die Fragestellungen der Konferenz sind klar: Wie können Luxusmarken noch mehr expandieren, wie zu noch mehr Konsum animieren?


Mehr über den Artikel in zeit-online