Montag, 12. Dezember 2011

Schlangenleder auf der Haut



Kleidung mit Biss

Zeit-online geht den Tierhäuten auf die Spur.

Auch wenn Veganer es ungern hören: Der Mensch wäre ohne Tierhäute nicht denkbar. Seit ungefähr 75.000 Jahren kann man davon sprechen, dass er sich mit dem bekleidet, was vom Essen übrig blieb.


Knochen beispielsweise, Fellen und Häuten. Ohne sich Wärmendes von seiner Jagdbeute umzubinden, hätte der Frühmensch Afrika nicht verlassen können.
Nun stand die Schlange eher selten auf dem Speisezettel. Schlangen hat der Mensch stets gefürchtet. In der christlichen Welt ist das Bild der Schlange durch die Vertreibung von Adam und Eva aus dem Paradies geprägt – sie symbolisiert Hinterlist und Verführung.


Gleichzeitig übte die Schlange stets auch eine Faszination aus. In den frühen Hochkulturen des Nahen Ostens finden sich Kulte, die auf der Anziehungskraft der Schlange gründen. So ahmen Mosaike der islamischen Kunst die Struktur von Schlangenleder nach. In der ägyptischen Mythologie wird etwa die Schlangengöttin Wadjet, Beschützerin des Reiches und der Pharaonen, meist als aufgerichtete Kobra dargestellt.


Wer die Haut einer Schlange überstreifen konnte, demonstrierte damit zweierlei: dass er das gefährliche Tier bezwungen hatte und dass er die Eigenschaften des Tieres auf sich übertragen hatte. So fertigten sich nordamerikanische Cowboys aus den von ihnen erlegten Tieren Stiefel oder Hüte an.



(Bild und Text: Zeit-online)

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